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Fischen auf Steelhead

Die 10 wichtigsten Regeln für das  Steelheadfischen

Erste Regel
Bevor man einen Pool oder einen Run befischen will, sollte man sich ein paar Minuten Zeit lassen, um das Wasser zu lesen. Schau nach Details wo Fische stehen können und überlege dir eine Strategie um das Wasser am effektivsten zu befischen. Wenn Du mit einem Guide fischst, achte darauf, von ihm die richtigen Anweisungen zu bekommen, insbesondere Hinweise auf Hot Spots die man besonders sorgfältig befischen sollte.
Es gilt zu vermeiden…
Renne nicht direkt an den Anfang des Pools und beginne wie wild zu werfen und durch den Pool zu laufen. Du steigerst die Fangquote wenn du zuerst einen genauen Plan entwickelst.

Zweite Regel
Beginne immer mit einer kurzen Leine, und kurz heißt mit nur einigen  Metern Fliegenschnur beginnen! Steelhead suchen sich meistens ruhig fließendes Wasser aus, ruhige Rinnen und Hindernisse wie Felsen und Abbrüche. Häufig liegen diese Unterwasserhindernisse dicht am Ufer, daher ist der Start der Fischerei mit einer kurzen Leine so wichtig, um die ersten Meter des Pools auch effektiv zu befischen. Steelhead sind schwer genug zu fangen und an manchen Tagen bekommt man nur eine Chance, daher ist der behutsame Start so wichtig.
Es gilt zu vermeiden…
Wate niemals gleich zu tief in den Pool hinein mit zwanzig Meter Fliegenschnur und werfe sie an das andere Ufer. Sich Zeit zu lassen und mit kurzer Schnur zu starten ist immer empfehlenswert.

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Dritte Regel
Versuche immer so zu werfen, wie es Deine Fähigkeiten zulassen. Eine kurz und akkurat geworfene Fliegenschnur fischt um Längen besser als ein schlechter  langer Wurf. Das Vorfach sollte immer gestreckt auf dem Wasser ankommen, damit die Fliege schnell und genau gefischt werden kann. 10 bis 15 m lange Würfe fangen 90% aller Steelhead. Alles über 25 m geht zu Lasten einer ungenauen Kontrolle der Fliege, mit einer kürzeren Schnur ist der Anhieb einfacher zu setzen und man verliert dadurch deutlich weniger Fische.
Es gilt zu vermeiden…
Werfe niemals zu weit. Schlechte Würfe machen, nur um 5 Meter weiter zu werfen, ist der Beginn des Desasters. Weite zu erzielen,  ist ein weit verbreitetes Problem mit vielen negativen Auswirkungen wie Übermüdung des Wurfarmes, Frustration, Vertrauensverlust an das eigene Können, den Pool zu beunruhigen, und daraus resultierend, schlechtes Fischen.

Vierte Regel
Fische die Fliege bis zum Ende sorgfältig aus. Die Schnur sollte gestreckt in der Strömung liegen und danach sollte man bis fünf zählen, bevor man die Schnur wieder einstrippt. Das muss keinen Erfolg bringen, kann aber.
Es gilt zu vermeiden…
Nimm die Schnur nicht auf,  bevor die Fliege ausgefischt ist! Viele Steelhead nehmen die Fliege erst ganz am Ende der Drift. Das hängt damit zusammen, dass die Fliegenschnur am Ende der Drift die Fliege automatisch anhebt und das veranlasst häufig den Fisch zu beißen. Jemand, der die Schnur nicht komplett sich strecken lässt, verliert Fische.

Fünfte Regel
Pass beim Waten auf den Untergrund auf und gehe langsam und behutsam zum Pool. Wenn man zum Kopf des Pools oder Runs geht, sollte man einen Bogen am Ufer entlang gehen, um ruhende Fische nicht zu beunruhigen. Wate immer nur so tief wie notwendig um den Pool effektiv zu befischen.
Es gilt zu vermeiden…
Trample niemals am Ufer entlang des Flusses und rufe deinem Fischerfreund zu, was für ein toller Pool das ist und mache dabei auch nicht zu viele Bewegungen. Steelhead werden aus dem Pool verscheucht wenn man sie stört. Sie sehen sehr gut zur Seite hin und können jegliche Vibrationen über ihre Seitenlinie aufnehmen. Steelhead fühlen sich sehr wohl in 40 bis 60 cm tiefem Wasser, daher ist ein Waten bis über die Knie oder noch tiefer meistens nicht nötig. Es gibt Situationen, in denen man tief waten muss, aber man sollte es vermeiden so lange es nicht wirklich nötig ist.

Sechste Regel
Wenn es mal nicht läuft, sollte man ruhig einmal etwas anderes ausprobieren. Bei herausfordernden Bedingungen sollte man die Fischerei  anpassen oder ändern, wie beispielsweise kleinere oder größere Fliegen, andere Farben, vielleicht eine andere Schnur oder der Fliege durch Strippen mehr Leben verleihen.
Es gilt zu vermeiden…
Nicht immer darauf vertrauen, dass das, was immer funktioniert hat, nun auch wieder geht. Bei guten Bedingungen sind Steelhead nicht schwer zu fangen, aber in der Regel ist es viel Arbeit und das ändern der Taktik an schlechten Tagen ist mit Sicherheit ein Erfolgsrezept.

Siebte Regel
Kaufe nicht die billigsten Vorfächer und Vorfachmaterial und überprüfe regelmäßig die Knoten. Die besten Haken auf dem Markt sind gerade gut genug. Idealerweise sollte man das Leadermaterial vor jeder Saison neu kaufen, denke dabei immer an die richtige Stärke. Unter normalen Bedingungen sollte man nicht unter 0,25 mm gehen, nur selten ist es notwendig, dünnere Vorfachspitzen zu fischen. Wie erwähnt, sollte die Knoten regelmäßig überprüft werden und nach einem längeren Drill sollte man eine neue Vorfachspitze anknoten.

Es gilt zu vermeiden…
Nicht geizig sein! Gehakte Steelhead bieten den Kampf ihres Lebens  und häufig kommen sie frei. Es gibt nichts Schlimmeres als den Verlust eines Fisches wegen eines schlampig gebundenen Knotens oder einer gebrochenen Vorfachspitze. Viele Fischer legen großen Wert auf teure Ruten und Rollen, übersehen aber die Bedeutung der Vorfächer und eines guten Hakens. Vor dem Start an einem Pool sollte man das Vorfach und das Spitzenmaterial auf Windknoten und Abrieb überprüfen. Falls es irgendwelche Zweifel gibt, sollte man immer neues Material verwenden.

Lust auf Steelheadfischen? Schauen Sie sich das Sage Video an, aufgenommen in British Columbia. Einfach auf das Bild klicken!

Sage-Steelhead-Promo

Achte Regel
Nimm immer passende Kleidung mit und auch bei schönem Wetter eine leichte Regenjacke. Die Steelhead Saison ist meistens im Herbst und wenn man z.Bsp. in British Columbia unterwegs ist, kann das Wetter äußerst wechselhaft und unvorhersehbar sein. Es regnet viel und es ist kalt, besonders morgens. Mehrere Lagen Fleece sind empfehlenswert, so dass man ggfls. eine Lage ausziehen kann, wenn es warm werden sollte. Ein wasserdichter Rucksack leistet gute Dienste zur Mitnahme einer Regenjacke, einer Kamera, einem Snack und anderen wichtigen Dingen.
Es gilt zu vermeiden…
Sei niemals unvorbereitet. Es gibt nichts Schlimmeres als irgendwann am Fluss zu bemerken, dass man zu dünn angezogen ist oder eine Regenjacke fehlt. Beachte den Wetterbericht und nimm dir die Zeit, am Abend vor dem Fischertrip einige Sachen zusammen zu stellen. Stelle eine Zubehörliste zusammen um sicher zu gehen, dass man nichts vergisst. Auch die Mitnahme einer Ersatzrute und –rolle sollte man sich überlegen.

Neunte Regel
Trage immer eine polarisierende Brille, idealerweise mit unterschiedlichen Austauschgläsern. Helle Gläser sind bei trübem Wetter ideal, aber auch braune Gläser haben ihre Vorteile. Gute Brillen schützen die Augen, helfen, Fische im Wasser zu entdecken und helfen ebenfalls beim Waten, um Steine und Felsen im Wasser zu entdecken.
Es gilt zu vermeiden…
Fische niemals ohne Polbrillen, denn sogar erfahrene Speycaster können einen falschen Wurf machen. Ein Windstoß, ein falscher Schnuranker zu dicht am Körper oder auch der falsche Bewegungsablauf nach einem langen Fischertag können eine Fliege mit Haken gefährlich nahe an das Gesicht kommen lassen. Brillen können den Verlust eines Auges vorbeugen!

Zehnte Regel
Wenn man erfolgreich ist und eine Steelhead landet, gehe immer behutsam mit dem Fisch um. Fast überall in British Columbia gibt es strikte Catch&Release Regeln, gefischt werden darf darüber hinaus nur mit widerhakenlosen Einfachhaken. Wilde Steelhead sind eine wertvolle Ressource und sollten dementsprechend behandelt werden. Der Drill einer Steelhead sollte nicht unnötig verzögert werden und man sollte den Fisch so schnell als wie möglich landen, so dass der Fisch noch genügend Energiereserven behält. Um dies zu erreichen, sollte man mindestens mit einer Zweihandrute der Schnurklasse 8 bis 9 fischen, welche ein kräftiges Rückgrat hat, leichte Ruten der Klassen 6-7 verlängern den Drill unnötig. Im Idealfall hat man zur Landung jemanden zur Hilfe mit einem Kescher, der ein fischschonendes Netz hat, so dass die Fischhaut nicht verletzt wird. Wenn man alleine ist ohne Netz, sollte man zumindest ein Wolltuch dabei haben, welches man zum Landen des Fisches an der Schwanzwurzel  gut gebrauchen kann. Entferne im seichten Wasser den Haken und halte den Fisch in der Strömung, bis er sich erholt hat und von selbst wegschwimmt.
Es gilt zu vermeiden…
Gehe sorgfältig mit dem Fisch um! Vermeide ihn in den Arm zu nehmen und gegen die Jacke zu drücken, weil man Angst hat, ihn zu verlieren. Je länger man den Fisch drillt, desto mehr Energie verliert er und eine totale Erschöpfung ist schlecht für seine Erholung. Beache niemals eine Steelhead weil dies den Fisch extrem stresst. Halte den gelandeten Fisch immer unter Wasser, löse schnell den Haken und beginne mit dem Zurücksetzen. Falls ein Photo gemacht werden soll, bitte deinen Partner darum, dies zu tun. Sobald die Kamera bereit ist, hole den Fisch vorsichtig und langsam aus dem Wasser und setze ihn sofort zurück, wenn es Klick gemacht hat. Achte beim Zurücksetzen darauf,, dass der Fisch die Kiemen öffnet und schließt und lasse ihn erst frei, wenn er sich gegen deinen Griff wehrt, denn das ist das Zeichen, dass er sich wieder erholt hat.
Und zum Schluss noch ein guter Rat der Steelhead Legende Lani Waller, welcher wohl auch die goldene Regel des Steelheadfischens ist:
“When it comes to steelhead fishing, never, ever, give up.”

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