Wie fischen Sie eigentlich?

28.03.2015 11:00

Wie fischen Sie eigentlich?

Eine kleine Geschichte von John Gierach

Es ist alles eine Frage des Stils…
Das Ziel des Fliegenfischens ist nicht nur, Fische zu fangen, sondern sie mit Stil zu fangen. Oder um es anders auszudrücken, man fischt mit der Fliege nicht halbherzig, bloß um es zu tun. Man erkennt Stil sofort beim ersten Anblick, selbst wenn Sie noch nicht einmal den Unterschied zwischen einer Rute und einem Wanderstock kennen. Wenn Sie so wie ich sind und auch so denken, reicht der bloße Anblick eines guten Werfers aus, um schnurstracks in den nächsten Laden zu laufen und eine Fliegenrute zu kaufen. Denken Sie nur an die vielen Filme über das Fliegenfischen, in denen alle schlechten Würfe und Bootdriften auf dem Boden des Schneideraumes landen, und der Film nur die perfektesten Würfe und die schönsten Fangszenen zeigt. Wenn Sie einen Filmemacher dazu befragen, wird er Ihnen sagen, dass es fast unmöglich ist, dies alles fehlerfrei auf Film zu bannen.
Die erste Stil-Regel ist: Versuchen Sie es nicht zu zeigen, wenn Sie es nicht können. Die zweite Stil-Regel ist: Zeigen Sie es auch nicht, selbst wenn sie das Fliegenfischen perfekt beherrschen.  Die Grundlagen der Fliegenfischerei zu lernen, erfordert sehr viel Zeit und Mühe, aber wenn Sie einmal den Dreh raushaben, werden Sie Tage erleben, an denen Sie wunderbar fischen werden. Sie liegen nicht falsch mit der Annahme, wenn Sie fühlen, dass Sie im Zenit angekommen sind; die Zeit, wenn Sie alt genug sind, um zu wissen was Sie tun und jung genug, um bei allen Bemühungen nicht ins Schwitzen zu kommen. Außerdem fühlt man die Erfahrug und Kompetenz in sich und denkt dabei, dass es von nun an immer so einfach weitergeht. Das wird es aber nicht, denn jeder Tag am Wasser ist wieder ein Neuanfang und jeder Fliegenfischer erwartet nur das Allerbeste, ungefähr so wie jeder Maler, der sich an seine Staffelei setzt um nichts geringeres als ein Meisterstück zu malen.
Ich bin nicht einer von diesen zum Fliegenfischen geborenen Menschen. Ich musste mir immer schon alles erarbeiten, aber manchmal klappt es wirklich gut. Ich fische seit 40 Jahren mit der Fliege, und auch wenn ich nicht der beste Watfischer, Werfer oder Fliegenbinder bin, schaffe ich es dennoch, innerhalb meiner Möglichkeiten gut zu funktionieren, so wie ein dreibeiniger Hund, der ohne Probleme seine Spaziergänge erledigt.
Natürlich wächst man mit der Zeit in seine Aufgaben hinein und je mehr Tage man mit dem Fliegenfischen verbringt, desto routinierter wird man.
Wie selbstverständlich werfen Sie dann mit der Fliegenrute, die Sie anfangs so seltsam und unbeholfen in der Hand hielten, jetzt ohne nachzudenken jede erdenkliche Weite, der  Druck des Wassers gegen Ihre Beine und der rutschige, unebenen Flussgrund ist keine Überraschung mehr.
Erinnern Sie sich noch an das erste Mal, als Sie einen Fluss durchwateten, und Sie hatten das Gefühl, weggespült zu werden? Ich schon, aber auch nur, weil ich es immer noch an der gleichen Stelle alle paar Wochen versuche, und ich ärgere mich jedes Mal über den kleinen Jungen im Mann, obwohl es 30 Meter stromab deutlich einfacher wäre.
Damals konnte ich nicht klar denken, denn ich sichtete eine große Forelle, die auf der anderen Seite des Flusses stieg und ich unbedingt in meiner Aufregung den direkten Weg dorthin nehmen wollte.
Mein Vater sagte mir einmal, dass man sein Ziel niemals aus den Augen verlieren sollte, er vergaß jedoch zu erwähnen, dass man ab und an auch auf seine Füße schauen muss, um zu verhindern, dass man auf sein Gesicht fällt.
Es gibt nur wenige Details, um das Fliegenfischen zu beherrschen, genau genommen sind nur einige wichtige Details aneinandergereiht. Aber gleichzeitig auch zu viele Details, um permanent daran zu denken, aber mit der Zeit ist es der Instinkt, der alles beherrscht.
Dies geschieht schrittweise und ergibt sich aus immer wiederkehrenden Abläufen. Es gibt keine Abkürzungen, denn die Jagd nach Abkürzungen lenkt Sie von Ihrem eigentlichen Ziel  ab, das irgendwann zu Ihrem zweiten Ich wird. Irgendwann geht alles in Fleisch und Blut über und Sie werden im Grunde genommen alles vergessen bis zu dem Zeitpunkt, bis Sie  jemand bittet, ihm das Fliegenfischen zu erklären und Sie tun es, ohne nachzudenken. Warum kann man es nicht besser erklären, als Sie es tun? Zum einen, weil Sie kein Wurflehrer sind, aber zum anderen, weil Sie inzwischen hunderte von Verbesserungen vorgenommen haben, die Sie bewusst gar nicht mehr wahrnehmen.
Dennoch gib es Tage, an denen Sie hervorragend fischen und andere Tage, an denen nichts klappt und die Gründe hierfür sind meistens unklar. Häufig liegt es einfach an Ihrer Konzentration. Das Fliegenfischen ist keine Gehirnakrobatik, aber es verlangt Ihre volle Aufmerksamkeit. Wenn Sie also Angst um Ihr Geld auf der Bank haben und permanent daran denken, ob Ihre Frau Sie betrügt, sollten Sie nicht fischen gehen. Es klingt wie Ketzerei , aber es gibt wirklich Tage, da sollten Sie besser zu Hause bleiben und sich um Ihre Geschäfte kümmern anstatt fischen zu gehen. Manchmal ist ein Misserfolg auch unerklärlich, und es gibt eben manchmal einfach schlechte Tage. Gestern haben Sie trittsicher in hüfttiefem Wasser gewatet und es gelang Ihnen ein schöner Wurf nach dem anderen und morgen stehen Sie in flachem Wasser und jeder Wurf landet im Geäst eines Baumes. Vielleicht sollten Sie Ihr Horoskop überprüfen bevor Sie fischen gehen.
Oder vielleicht haben Sie auch nur Lampenfieber. Ich fische fast immer besser, wenn ich alleine und unbeobachtet bin, als wie wenn ich von Menschen umgeben bin, speziell von solchen Menschen, die mich permanent beobachten oder, noch schlimmer, mich versuchen zu fotografieren. Es gibt wenige Fliegenfischer, die ein Publikum nicht stört und ein paar weitere Menschen lieben es, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, aber die meisten von uns mögen dies überhaupt nicht. Ich war einmal fischen auf Steelhead im Sandy River in Oregon mit einem Führer namens Mark. Es war meine erste Reise mit einer Zweihandrute und ich gestand ihm, dass ich nicht sicher war, ob mein Speycasting okay ist. Er zuckte mit den Schultern ( Guides sind oft zwiegespalten was die Gefühle seines Kunden angeht). Aber dann kamen wir wenig später um eine Kurve und sahen einen einsamen Fliegenfischer der mühelos einen perfekten Spey Cast nach dem anderen warf. Mark sagte zu mir, "bleib hier stehen, schaue auf den Mann und warte, was passiert.“ Ich tat dies und sobald der Mann uns bemerkte, wurde er nervös und sein nächster Wurf war mehr als ungenau. Mark versuchte mir zu zeigen, dass ich nicht allein war mit meinem Zweifeln. Diese Demonstration hatte einen guten Erziehungswert, war aber eigentlich sinnlos, so wie die Prüfung von Kosmetika an Kaninchenaugen. Bei all dem Gerede über Innovation und die neuesten heißen Fliegenmustern, Taktiken und neuen Zielen; Fliegenfischen besteht einfach nur aus gleichmäßigen Bewegungen, und sonst nichts ( Woody Allen sagte einmal: " ... 80 Prozent des Erfolges ist es dabei zu sein ").
Die Bewegungen sind oft sehr komplex, subtil und auch schwer zu meistern. Bestimmte Arten der Steelhead- und Lachsfischerei sind eher mechanisch, sie sind entwickelt worden, um das gesamte Fischwasser in identischen Schritten zu befischen, so dass jeder Fisch in gleicher Art und Weise Ihre Fliege in der gleichen Tiefe und Geschwindigkeit sehen kann. Das Forellenfischen ist da manchmal eher chirurgisch, vor allem wenn man auf steigende Fische fischt. Die Vorgaben sind immer neu und speziell, und man erlebt im Laufe der Zeit Dinge, die man zuvor noch nie erlebt hat und manchmal muss man sich mit alten Lehren behelfen, so wie z.Bsp.: "Wenn alle Stricke reißen, fische ein Käfermuster.“  Auf der anderen Seite bricht echte Kreativität zumindest einige Regeln; also, wenn nichts klappt und Ihnen fällt irgendetwas Verrücktes ein, versuchen Sie es einfach. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass Sie keinen Fisch fangen mit einer neuen Methode, aber das wird ohnehin passieren. Ich bin seit jeher ein Freund von allem möglichen Krimskrams. Schon als Junge bewunderte ich nicht diejenigen Fischer, die die meisten Fische fingen, sondern die, die die größten und am besten bestückten Köderboxen besaßen. Ich habe immer noch den Gerätekasten meines Vaters, so wie er war, als er starb. Ab und zu nehme ich ihn aus sentimentalen Gründen aus dem Regal im Keller und schaue ihn mir an. In der Vergangenheit habe ich ihn vielen Sammlern gezeigt und fast alle sagten zu mir, wie verdammt schade es ist, dass die alten Köder nicht in einem tadellosen Zustand in der Originalverpackung vorhanden sind, sondern benutzt wurden.
Aber zurück zum Wesentlichen. Zu viel Zubehör führt zu viel zu viel Fummelei, sowohl körperlich als auch wie geistig, und lenkt zudem nur vom Wesentlichen ab. Ich bin in der Lage, mit ganz wenig Zubehör die vertrauten Bächen in der Nähe meines Zuhauses zu befischen, dabei habe ich dann meistens nur ein halbes Dutzend Fliegen dabei und die paar Dinge, die in meine Hosentasche passen. Diese Erkenntnis ist das Ergebnis von vielen Jahren, in denen ich mit Erfolg Fischen nachgestellt habe, die sich selektiv und opportunistisch ernähren, wenn sie sich überhaupt ernähren.
Sie wissen zudem, dass die meisten dieser Flüsse nur wenige Minuten von zu Hause entfernt sind und morgen ist ein weiterer Tag zum Fischen. Manchmal bin, während ich auf Steelhead fische, tatsächlich in der Lage, alles gleichzeitig im Kopf zu behalten, trotz der vielen unterschiedlichen Schussköpfe und Vorfächer, die Fliegen dagegen sind nur nebensächlich. Genauso gut bin ich in der Lage, mit nur zwei oder drei schwimmenden Whitlock-Fröschen und einem Shocktippet auf Hecht zu fischen.
Dennoch kämpfe ich permanent dagegen an, relativ simpel zu fischen. Alles, was ich tun kann, ist mich selbst immer wieder daran zu erinnern, dass Lee Wulff einmal sagte: " Das letzte, was Sie wechseln sollten, ist Ihre Fliege ", welches ein wirklich guter Rat ist, wenn man keine 500 Fliegen hat, aus denen man wählen kann.
Wenn ich in unbekannten Flüssen fische, oder an solchen Flüssen, die bekannt für selektive Forellen sind, habe ich immer noch eine Tasche dabei mit mindestens sechs Fliegenboxen ( sieben, falls ich auch noch Streamer mitnehme ), Ersatzvorfächer, verschiedene Tippet-Spulen, Schwimmgel, Bleigewichte, Bissanzeiger für das Nymphenfischen, eine Zange, einen Schnurreiniger ( den ich nie benutze, obwohl ich es tun sollte ), Vergrößerungsgläser und eine Kopflampe, damit ich im Dunkeln zurück zu meinem Auto finde.
Und, um ehrlich zu sein, dies ist im Gegensatz zu früher, als ich eine Weste trug, mit 12 außenliegenden Taschen, acht weiteren inneren Taschen und zwei großen überlappenden Cargotaschen, noch wenig. Diese Weste war die letzte in einer langen Reihe von Westen, die ich je benutzt habe, jede mit mehr Taschen als die Vorherige, und jedes Mal benutzte ich alle Taschen, weil ich es für nötig befand. Ich glaube, ich verabscheue leere Taschen…
So funktioniert die Industrie für Fliegenfischer. Die Weste jedoch verursachte irgendwann Schmerzen zwischen den Schulterblättern, die am Nachmittag begannen und anhielten, bis ich die Weste am Ende des Tages auszog und in die Ecke hängte. Eine der Hauptursachen war eine große 35 Millimeter Filmkamera, die ich für Jahrzehnte um meinen Hals trug bei dem erfolglosen Versuch, ein fliegenfischender Fotojournalist zu werden. Das Gewicht der Kamera war offensichtlich der Hauptgrund meiner Beschwerden, und es fiel mir immer schwerer, dies zu ignorieren. Kurzum, wenn Ihnen am Ende des Tages der Rücken schmerzt, haben Sie zu viel Zeug dabei.
Ich habe einen alten Freund, der ein sehr anspruchsvolles Gewässer mit nur einer einzigen Fliegenbox befischt ( obwohl ich denke, dass er noch einige weitere Boxen unter dem Sitz seines Autos versteckt hat ). Das ist nicht so beeindruckend, wie es klingt, denn mit der richtigen Einstellung und ausreichend Zeit kann man jeden Fluss mit einer einzigen Box befischen. Er meint, es gibt keine Notwendigkeit für viele weitere Fliegen, weil in der Regel die korrekte Fliegengröße, ein genauer Wurf und die saubere Drift den Fisch fängt. Er meint auch, dass es keinen Grund gibt, mehr als drei oder vier Stück desselben Musters dabei zu haben, denn wenn man alle verschiedenen Fliegen einmal benutzt hat, hat man entweder einen erstklassigen Tag hinter sich oder man hat einen schlechten Tag gehabt und man packt besser zusammen und versucht es am nächsten Tag wieder. Er vermutete, dass ich die Anzahl der Fliegen mit meinem Geld auf der Bank durcheinander bringe, so dass ich immer glaube, zu wenig davon zu haben. Natürlich hat er Recht, aber ich sammle weiterhin Fliegen, dazu noch Ruten, Rollen, Schnüre und verschiedenes anderes unnützes Zubehör.
Erwähnenswert wären auch noch Ausflüge zu neuen Gewässern und der einzige Grund ist der, dass es einfacher ist, dies zu tun, als ein besserer Werfer zu werden, indem man stundenlang am Flussufer liegt, um Insekten zu beobachten und die Gewohnheiten der Fische zu studieren. Ich würde dies ursprüngliche Forschung nennen. Mein Freund mit der einen Fliegenbox sagte mir einmal, dass das meiste, was wir alle glauben, über das Fliegenfischen zu wissen, aus Büchern kommt, und dass diese Bücher von Menschen geschrieben wurden, die Ihre Kenntnisse ebenfalls aus Büchern haben, und so weiter und so weiter mindestens fünf Jahrhunderte zurück.
Das ist so nicht ganz richtig, aber es ist auch nicht grundsätzlich falsch. Das erklärt auch , warum die besten Fliegenfischer diejenigen sind mit aller Zeit der Welt oder Guides, die ihre Tage damit verbringen, die Fische zu beobachten, die ihre Kunden versuchen zu fangen.
Trotzdem kann ich nicht der Versuchung widerstehen, für einen Trip neue Fliegen zu binden. Das tägliche Leben mit all seinen Tücken lässt sogar einen Trip zu einem weltweiten Ziel unwirklich erscheinen bis zu dem Moment, in dem Sie Ihre Taschen und Rutenrohre in Ihr Auto packen und zum Flughafen fahren. Fliegenbinden jedoch vor einer Reise befreit Ihren Geist, reduziert die Aufregung und veranlasst Sie, mehr mitzunehmen, als Sie überhaupt jemals benötigen. Aber dann und wann macht es tatsächlich einen Unterschied.
Ich habe einmal gelesen, dass man vor Verhandlungen über einen Vertrag seinen Gegenspieler analysieren sollte, um zu wissen, welche Art von Essen, welchen Wein, welche Kunst und welche Musik er mag, um evtl. eine Schwäche zu erkennen.
Dies funktioniert auch mit Fischen. Spezial Fliegenmuster, vor allem die alten Klassiker, sind nicht nur eine Ansammlung von hübschen Federn oder eine Hommage an alte Traditionen; sie fügen sich zu einem psychologischen Profil der Fische zusammen, die sie seit Generationen nehmen. Oder so ähnlich, hofft man zumindest.
Das ist der Grund, warum ich mehr als 30 alte Fliegenboxen voller Fliegen in einem Regal in meinem Büro habe, alle Boxen voller Fliegen, von denen ich einige nie verwendet habe oder auch nie gesehen habe, aber an die ich irgendwann einmal geglaubt habe, da ich sie ansonsten nicht gebunden hätte.
 Ich könnte leicht mehr als die Hälfte der Fliegen loswerden, aber es wäre etwa so wie wenn man einen alten Hund aus dem Haus jagen würde, bloß weil er zu alt ist, um noch zu jagen. Und vielleicht brauche ich die eine oder andere Fliege doch noch.
Wenn nicht, dann sind sie zumindest Souvenirs von Reisen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht wiederholt werden können. Und überhaupt, 30 Fliegenboxen nehmen nicht zu viel Platz weg.
Früher oder später wird jeder, der über das Fischen schreibt, sich fragen, warum man es tut. Es ist eine unwiderstehliche literarische Übung, die großartige Bücher wie Robert Traver`s " Testament eines Fischer, " produziert, aber selbst diese Klassiker der Literatur laufen auf eine Antwort einer Frage hinaus, die niemand je gestellt hat.
In der realen Welt, haben die, die bereits fischen, die Antwort bereits bekommen und denjenigen, die sie noch nicht bekommen haben, ist es egal. Wenn Sie wirklich über die Reise ihres Lebens zu einem entfernten Ziel reden wollen, sollten Sie nicht Ihren Atem verschwenden an jemanden, der kein Fischer ist. Es hört sich immer so an, als ob es um die Reise selbst geht, aber auf lange Sicht gesehen, ist Fliegenfischen weniger eine Aneinanderreihung von Abenteuern als wie ein kontinuierlicher Prozess, den man lernt zu lieben.
Es muss nicht immer passen, aber selbst die Plackerei dient einem guten Zweck. Ein Freund mit einer kleinen Ranch in den Bergen sagte mir einmal, dass er seine Tage damit verbringt, seinen Pferden Heu zum Füttern zu geben und es wieder aufzuheben, wenn es am anderen Ende seiner Pferde wieder herauskommt. Dies gibt ihm eine enorme Befriedigung und lehrt ihn, was er auf eine andere Weise niemals lernen würde.

John Gierach ist ein amerikanischer Autor und freier Schriftsteller. Seine Bücher sind weltweit bekannt, so u.a. „Sex,Death and Flyfishing“, „Where the trout are all as long as your leg“, „Trout Bum“, „All Fisherman are liars“ und viele andere. Zu kaufen gibt es sie in jedem gut sortierten Buchgeschäft und natürlich im Onlinehandel. John Gierach ist selbst ein begeisterter und erfahrener Fliegenfischer, er spricht also “unsere” Sprache, sein Schreibstil spricht uns aus der Seele und viele seiner Anekdoten erinnern uns an eigene Erlebnisse aus unserem Fliegenfischerleben.

JohnGierach


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